Bildnerisches Gestalten

LEHRPLAN BILDNERISCHES GESTALTEN

BILDNERISCHES GESTALTEN ALS GRUNDLAGENFACH

 

UNTERRICHTSZIELE

 

Förderung der sinnlichen Wahrnehmung, Vermittlung gestalterischer Grundprinzipien, Anleitung zu eigenständigen kreativen Ausdrucksformen.

 

UNTERRICHTSINHALTE

Der Inhalt für die ersten 2 Klassen bietet einen in sich geschlossenen Grundkurs und stellt einen breiten Querschnitt dar, ohne einzelne Aufgabenstellungen übermässig zu vertiefen. Dazu gehört das bildnerische Erproben von Linie, Fläche, hell-dunkel, Farbe, Körper, Raum und Proportion.

Des Weiteren ist der gelegentliche Einsatz von digitaler Bildbearbeitung und das Umgehen im ICT-Bereich mit Bilddaten für Vorträge geplant.

 

Die Linie

Linear-rhythmische Komposition, Schraffuren, Strukturen, linear- körperhafte Darstellungen, die Linie als flächenbildendes Element, Ornamentik, Schrift-Bild , Zeichen, Vermittlung von grafischen Grundelementen unter Einsetzung des Themas Schrift.

 

Die Fläche

Die Fläche als autonome Bildform, räumliche und flächige Komposition, positiv-negativ, Form-Zwischenform, Abstraktion, Rhythmisierung.

 

 

Die Farbe  

 

Die Farbe als Material; Herstellung, Farbarten, Farbodnung, Farbkreis, Farbkontraste, Farbbenennung, Sensorium für Farbwahrnehmung entwickeln, Farbwirkungen erproben, Farbsymbolik, Farben im Alltag.

 

Der Raum

 Raumdarstellungen, Fluchtpunktperspektiven, räumliche Uebungen aus der Vorstellung, Körper im Raum, Raumillusion.

 

Techniken

 Stifte, Feder/Tusche, Farben, Drucktechnik, Collagen.

 

Kunstgeschichte

 Schulung des zeit- und kunstgeschichtlichen Bewusstseins, Themenarbeiten, Ausstellungsbesuche und Bildbetrachtungen

  

UNTERRICHTSORGANISATION

Der Unterricht für Bildnerisches Gestalten findet in der Regel in Doppelstunden statt. Bei speziellen Projekten ist es sinnvoll in Blöcken, Halbklassen oder mit anderen Fachschaften zusammen zu arbeiten. Das Interdisziplinäre ist insbesondere Grundlage für die musische Woche im 3.Semester, die Kreativität und Ausdruck über einen längeren Zeitraum in den Vordergrund stellt.

 QUERBEZÜGE

Im Sinne eines ganzheitlichen Unterrichts sind Verbindungen zu anderen Fächern wünschenswert. Querbezüge zu fast allen anderen Fächern sind möglich, insbesondere Deutsch, Geschichte, Religion, Philosophie, Biologie, Mathematik.

  

 

 

 

BILDNERISCHES GESTALTEN ALS ERGÄNZUNGSFACH

UNTERRICHTSZIELE

Umsetzen von Gesehenem, Erfahrenem und Erlebtem in gestalterisch differenzierte Arbeiten. Bildmedien und verschiedene Techniken kennenlernen, deren Möglichkeiten und Grenzen erkennen; das Beurteilungsvermögen im Bezug auf eigene wie auf fremde Arbeiten schulen und sich dabei für die „Bildkultur“ im All­gemeinen interessieren. Individuelles Arbeiten über längere Zeiträume und das Vernetzen mit anderen Themen und Fächern erlernen. Einblicke in gestalterische Berufe und Tätigkeiten bekommen.

 

UNTERRICHTSINHALTE

Ausgehend vom Grundlagenfach Bildnerisches Gestalten werden im Ergänzungs­fach Inhalte und Techniken vertieft und differenziert.

Es soll Einblick gegeben werden in die Gebiete: Zeichnen, Malerei, Bildhauerei, Architektur, Theorie, Kunstgeschichte und Bildbearbeitung

Inhalte:

Symbole und Zeichen;

Bildordnungen und Kompositionsweisen;

verschiedene Techniken (z.B.Öl, Tempera);

Entwicklungsreihen von der Idee zum abschliessen­den Bild;

Illustration und Buchgestaltung;

Einbezug von Fotografie, Video und Computer;

Bezüge zu visuellen (Massen-) Medien;

Werkbetrachtung mit Beschreibung, Analyse und Interpretation;

Begegnung mit Originalen in Museen, Galerien und bei Atelierbesuchen;

Kunst und Gesellschaft: Theorien, Ästhetik; Kunst und Psychologie;

Kennenlernen von Fachzeitschriften;

Kunstgeschichte im Überblick mit einzelnen Vertiefungen;

 

 

Plastisches Gestalten:

Figürlich, abstrahierend, ungegenständlich, objekthaft;

von der Entwurfsskizze zum Objekt;

Raum, Farbe und Theorie;

  

Architektur:

Funktion, Konstruktion, Ästhetik;

modellhafte Darstellungen;

zeichnerische Darstellung im Grundriss, Aufriss, Schnitt und Perspektive;

Architekturbetrachtun­gen (einzeln und als Gruppenarbeit).

Bildbearbeitung:

Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten der Bildbearbeitung und deren sinnvoller Einsatz in ausgewählten Projekten.

  

Voraussetzungen

Freude am Sehen und Gestalten, Erfahrungen im bildnerischen Umsetzen verschiedenster Themen, „Mut zum Ausdruck“ und Interesse für Theorien und Kunstgeschichte sollten bei der Wahl vorrangig sein. Für eine spätere Berufswahl aus den Bereichen: Kunst, Architektur, Design, Grafik, Kunstwissenschaft etc., bildet das Ergänzungsfach Bildnerisches Gestalten eine wesentliche Grundlage.

 

UNTERRICHTSORGANISATION

Es wird praktisch und theoretisch gearbeitet. Beabsichtigt sind 2- einjährige, in sich abgeschlossene Kurse, die auch von verschiedenen Lehrkräften geführt werden können. Am Ende des zweiten Jahres ist eine Abschlussarbeit geplant, die ein mehrwöchiges, selbständig ausgearbeitetes Projekt umfasst, das dann auch wesentlicher Bestandteil der Note ist. Notengebung: Die Beurteilung setzt sich aus mündlichen (Beteiligung, Interesse, Präsentationen,...) und schriftlichen (Texte, Klausuren, bildnerisch Gestaltetes,...) Elementen zusammen.

 

 

 

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