Philosophie

LEHRPLAN PHILOSOPHIE

Philosophie als Ergänzungsfach

1.      Unterrichtsziele

 

Identisch mit den in den RLP und LTM96 genannten.

 

Dotationen:  3 - 3 - 3 – 3

 

2. Unterrichtsinhalte

 

Neben oder zu den genannten Themen werden in beiden Jahreskursen längere philoso­phische Texte gelesen.  Die Notwendigkeit, Jahreskurse anzubieten, und die sich daraus ergebenden Überlappungen und Wiederholungen sind als immanente Repetition zu akzeptieren. 

 

Jahreskurs 1: vorwiegend disziplinäre Zugänge

 

Beispiele:

 

·         Propädeutika (etwa: Wahrnehmung, erkenntnistheoretische Positionen, typische Denkfehler und Vorurteilstheorien, Logik und Sprachphilosophie usw.)

 

·         Mögliche Disziplinen:

 

·         Anthropologie (Tier und Mensch, Identität und Entwicklung, Körper-Seele-Geist-Problem, Sexualität und Liebe usw.)

·         Kultur- , Sozial-, Technik-, Wirtschafts- und politische Philosophie

·         Ästhetik

·         Ethik (im Unterschied zu den  Grundlagenfach-Kursen Religionslehre und Philosophie in M4 in systematischer Anlage)

 

Jahreskurs 2: vorwiegend historische und problemorientierte Zugänge

 

Die problemorientierten Zugänge können von aktuellen Fragen und/oder Interessen der SchülerInnen ausgehen. Die chronologische Behandlung der Philoso­phie- und etwa der Wissenschaftsgeschichte ist kein erklärtes Ziel; dennoch  sollten zwei Jahreskurse schliesslich einen - problemorientiert motivierten und punktuell akzentuierten - Abriss der Philosophiegeschichte  skizzieren (etwa: Mythos und Logos, Vorsokratiker, Kosmologien, Griechenland, Rom, Indien, China, Mittelalter, Renaissance, Aufklärung, Idealismus, Moderne, Gegenwart).

 

 

3. Unterrichtsorganisation

 

Da ein Lehrkräfte-Wechsel und eventuell auch (punktuelles) Team-Teaching wünschbar sind, wird die Detailgestaltung der Jahreskurse von den Philosophie-Lehrkräften ge­meinsam verantwortet.  Der stärker auf die aktive und eigenständige Mitarbeit der SchülerInnen abstellende Kurs integriert auch gezielt und bewusst methodisch-didaktisch sinnvolle ICT-Möglichkeiten, etwa bei der thematischen Recherche oder der Präsentation von Einzel- und Team-Arbeiten, und dies in stetiger fachspezifischer medienkritischer und medienethischer Reflexion.

 

 


Grundlagenfach Philosophie und Religion in der 4. Klasse

 

1.      Unterrichtsziele

 

Identisch mit den in den RLP und LTM96 genannten.

 

2. Unterrichtsinhalte

 

Dotation: Religionslehre: 1 – 1,  Philosophie: 1 - 1

 

Religionskundlicher Teil:

 

Konzentration auf metaphysische, ethische und lebenspraktische Entwürfe der grossen Weltreligionen und aktuelle Fragestellungen mit religiösen Komponenten (z.B. Funda­mentalismen).

 

Philosophischer Teil:

 

Das Schwergewicht liegt auf ethischen und anthropologischen Fragen von lebenspraktischer Provenienz und Rele­vanz (Ethiktypen in Anwendung auf gesellschaftspolitische Fragen, die Frage einer uni­versalen Ethik usw.); philosophische Brosamen und Perlen.

 

3. Unterrichtsorganisation / Besonderes

 

Die im zweiten Jahr stehenden Philosophie-ErgänzungsfachschülerInnen bringen ihr Vorsprungswissen in geeigneter Form in den Unterricht ein.

Wo ICT einen didaktischen Mehrwert für das Fach erbringen, etwa bei Visualisierungen, bei der über die Bibliotheksbestände hinaus erweiterten Recherche oder bei Präsentationen, werden diese in den Unterricht integriert, und zwar nach Möglichkeit auch als Themen und Prozesse, die unter medienkritischer und medienethischer Perspektive reflektiert werden.

 

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