Pädagogik/Psychologie

LEHRPLAN PÄDAGOGIK/PSYCHOLOGIE

UNTERRICHTSZIELE

 

Schülerinnen und Schüler lernen

psychologische und pädagogische Sachverhalte und Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen

verschiedene Theorien an eigenen Erfahrungen und Beobachtungen zu prüfen

pädagogische und psychologische Erkenntnisse miteinander zu verbinden

 

 

UNTERRICHTSINHALTE

 

Im Ergänzungsfach PP soll die akademische Trennung in Pädagogik und Psychologie – wie es auch im RLP und LTM vorgesehen ist – nicht messerscharf gezogen werden. Der Kurs soll vielmehr phänomenzentriert pädagogische und psychologische Aspekte zusammenführen.

 

Um der Vielfalt an Stoff und der Komplexität der beiden Fachgegenstände einigermassen gerecht zu werden und nicht in oberflächlicher Auseinandersetzung stecken zu bleiben, ist es notwendig, exemplarisch vorzugehen und sich auf themen- und bereichsübergreifende Schwerpunkte zu beschränken. Die Wahl der Schwerpunkte soll der Lehrkraft überlassen werden. Nicht möglichst viel Einzelwissen, sondern das Erkennen der komplexen Vernetzung, die Gesamtschau ist das Ziel des Unterrichts.

 

Pädagogik und Psychologie als Wissenschaften

Geschichtliche Aspekte

Gegenstand und Ziele der beiden Fächer

Methoden (erfahrungswissenschaftliche und geisteswissenschaftliche)

Menschenbilder (philosophische Anthropologie)

Alltagstheorien versus wissenschaftliche Theorien

Verschiedene Richtungen der psychologischen Schulen

 

Grundlegende „Tätigkeiten“ im Umgang mit psychologischen und pädagogischen Fragen

Beschreiben

Erklären und Verstehen

Vorhersagen

Verändern

Bewerten

Einzelne Bereiche von Pädagogik und Psychologie

 

Persönlichkeitspsychologie

Theorien der Verhaltensänderungen

Entwicklungspsychologische Aspekte

Wahrnehmen und Verhalten

Psychische Funktionen und Fähigkeiten

Sprache, Intelligenz, Denken, Kreativität, Gedächtnis, Lernen

Psychische Kräfte

Emotion, Motivation, Kognition, Wechselwirkungen

Soziale Interaktion und Kommunikation

Vielfalt der Praxisfelder

 

Möglichkeit, Notwendigkeit und Grenzen der Erziehung

Mensch als Natur und Kulturwesen, Erb- und Milieutheoretiker, Selbstbestimmung des Menschen

Grundlagen und Aufgaben der Erziehung

Erziehung als soziales Handeln, Erziehung als Einführung in Kultur und Gesellschaft

Ziele der Erziehung

Normen und Werte, Wandel von Erziehungszielen, pädagogische Mündigkeit

Erziehungs- und Führungsverhalten

Beziehung in Erziehung und Führung, Erziehungs- und Führungsstile, Lob und Belohnung

Erziehung durch Medien

Erziehung unter erschwerten Bedingungen

Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten

Pädagogik im Kulturvergleich

 

 

UNTERRICHTSORGANISATION

 

Für das Fach Pädagogik und Psychologie können keine Grundlagen vorausgesetzt werden. Eine systematische Einführung in Methoden und Denkweisen dieser beiden Disziplinen ist notwendig und bildet die Grundlage für den weiteren Stoffaufbau. Daher ist eine Aufteilung der Inhalte in zwei unabhängige Jahreskurse problematisch.

 

Unterricht in grösseren Einheiten: Doppel- und Dreifach-Lektionen

 

 

QUERBEZÜGE ZU ANDEREN FÄCHERN

 

Wo immer möglich werden Querbezüge zu anderen Fächern, vor allem zu geistes- und sozialwissenschaftlichen geknüpft.

 

 

DIDAKTISCH – METHODISCHE HINWEISE

 

Wo es möglich ist, nimmt der Unterricht Bezug auf Erlebnisse und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler sowie auf aktuelle und kulturelle Verhältnisse, Fragestellungen, Probleme und Begebenheiten.

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