Geschichte

LEHRPLAN GESCHICHTE

GESCHICHTE ALS GRUNDLAGENFACH

UNTERRICHTSZIELE

Die Schülerinnen und Schüler sollen

-   ihre früher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern, systematisieren und auch selbständig anwenden können;

-   die bedeutenden politischen und gesellschaftlichen Phänomene der modernen Welt aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen verstehen und interpretieren können;

-   sich mit einer kritischen und zugleich konstruktiven Haltung, analytisch und fundiert, mit dem politischen Leben in unserem Land und mit dem aktuellen Weltgeschehen auseinandersetzen.

-   sich zusehends selbständiger die Informationsgrundlagen und dabei neben den herkömmlichen auch die ICT-basierten Informationsquellen gezielt und kritisch erschliessen und die IC-Technologien sinnvoll zur Präsentation nutzen.

UNTERRICHTSINHALTE

Das Schwergewicht liegt in den Klassen 1 und 2 auf dem Geschehen bis zu den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Umwälzungen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Im Interesse

-   der Koordination bei fächerübergreifender Zusammenarbeit

-   der Schwerpunktsetzung im Rahmen von Längsschnitten

-   der Behandlung von aktuellen Ereignissen, insbesondere der Behandlung von staats­kund­lichen Themen im Zusammenhang mit Wahlen und Abstimmungen

-   der Berücksichtigung von speziellen Wünschen von Klassen bzw. Schülerinnen und Schülern

kann von dieser Grundstruktur abgewichen werden.

Es werden auch staatskundliche Grundkenntnisse erarbeitet, wie Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Demokratie, Volksrechte.

In  den Klassen 1 und 2 wird in die Quellenkunde eingeführt und altersgemäss erste Quellenarbeit und Quellenkritik betrieben, ferner werden das Internet und digitalisierte Zeitungsarchive als Informationsquellen kritisch erschlossen.

 

HS 1. Klasse

HS 2. Klasse

Quellenkunde:

-      erste Differenzierungen:

-     Quellen / Darstellungen

-     historiographische / nicht-historiogra­phi­sche Texte

-     Texte / Bilder / Filme, Videos, Internet-Clips / Tondokumente / Architektur und Kunst / gegenständliche Quellen

-      erste Unterscheidungen von Textsorten:

-     Lexika / Biographien / Übersichtsdarstellungen / Spezialuntersuchungen / Graphiken / Karten / Statistiken / Tabellen / Annalen

Quellenarbeit: Inhaltserschliessung:

-      Klärung unbekannter Wörter und Be­griffe durch Befragung seitens der Lehrperson

-      Gliederung von Texten nach thematischen Abschnitten

-      Ermitteln der Zentralbegriffe in einem Abschnitt

Notiertechnik:

-       Setzen von Marginalien- oder Abschnittstiteln

Texterschliessung durch Schlüsselfragen:

-      Wann und wo geschah das Beschriebene?

-      Auftretende Personen oder Gruppen?

-      Was ereignete sich?

-      Wer ist der Autor/die Autorin?

Archäologische Funde und Bilder als Informationsquellen

Quellenarbeit:

-      Aufbau und Anwendung eines Rasters zur Erfassung spezifisch fachrelevanter Kategorien: Recht, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Philosophie, Religion, Staat, Kirche, Mentalität usw.

-      Analyse der inneren logischen Konsistenz bzw. inneren Widersprüche

Quellenvergleiche:

-      Analyse der Übereinstimmung mit bzw. der Widersprüche zu anderen Texten

Quellenkritik:

-      Vollständigkeit oder Punktualität der Darstellung?

-      Zeitlicher Abstand des Autors/der Autorin von den dargestellten Ereignissen?

-      Sachkompetenz des Autors/der Autorin, wissenschaftliche Qualität und analytische Tiefe des Textes bzw. der Internetquelle?

-      Wie erfolgt der kritische Umgang mit Medien?

 

FS 1. Klasse

FS 2. Klasse

Quellenkunde:

-      Differenzierung zwischen Berichten und Kommentaren

Quellenarbeit: Inhaltserschliessung:

-      Unterscheiden nach Ursache und Wirkung bzw. Folge, Ursache und Anlass, nach Motiven, Mitteln und Zielen, Anstössen und Reaktionen

-      Worin bestehen die Gegensätze / Konflikte zwischen den Handelnden?

-      Welche Gründe / Ziele / Interessen werden angegeben?

Quellenkritik:

-      Welche zusätzlichen Gründe / Ziele / Interessen sind zu vermuten?

-      Was für eine Absicht verfolgt der Text?

-      Was für ein Anliegen verfolgt der Autor/die Autorin?

Quellenarbeit:

-      Heraussuchen und Ordnen von Informationen aus verschiedenen Quellen nach vorgegebenen Gesichtspunkten

Quellenkritik:

-      Standpunkt- und Interessengebundenheit des Autors/der Autorin / Tendenz

 

In den Klassen 3 und 4 liegt das Schwergewicht auf dem Geschehen des 19. und 20.Jahrhunderts.

Die Behandlung des Stoffes kann tendenziell noch selbständiger und individualisierender erfolgen als in den unteren Klassen.

Die Kenntnisse in Staatskunde sollen weiter vertieft und problemorientiert erweitert werden, z.B. im Hinblick auf den Prozess der politischen Willensbildung in Parteien, Verbänden und Medien und im Vergleich mit Strukturen und Gegebenheiten anderer Staaten und suprastaatlicher Gebilde.

QUERBEZÜGE ZU ANDEREN FÄCHERN

Das Fach Geschichte eignet sich besonders dafür, Querbezüge zu den Inhalten anderer Fächer, die ja alle selbst über eine historische Dimension verfügen, herzustellen. Dies kann z. B. im Rahmen fächerübergreifender Projekte, Sonderwochen, punktueller Zusammenarbeit mit anderen Fächern im Normalunterricht etc. geschehen.

Insbesondere soll die Koordination mit den Fächern Wirtschaft und Recht, Geographie, Sprachen und Religionslehre / Philosophie / Bildnerisches Gestalten gesucht werden.

GESCHICHTE ALS ERGÄNZUNGSFACH

UNTERRICHTSZIELE

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich primär selbständig mit verschiedenen Themen beschäftigen, sie vernetzt und historisch vertieft bearbeiten.

UNTERRICHTSINHALTE

Anders als im Grundlagenfach müssen die Themen inhaltlich nicht einen Überblick bieten und die Themenauswahl soll auch die persönlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen, so dass diese einen persönlichen Bezug zu den Themen erhalten können. Neben der Themenvielfalt soll der Aspekt der Methodenvielfalt zum Zuge kommen.

QUERBEZÜGE ZU ANDEREN FÄCHERN

Querbezüge sind prinzipiell zu allen Fächern denkbar, variieren aber je nach gewähltem Thema. Sie können nicht nur in der allgemeinen Fragestellung des Themas aufscheinen, sondern sind auch auf der Ebene der individuellen oder Gruppenarbeit realisierbar.

METHODISCH-DIDAKTISCHE HINWEISE

Die Lehrperson vermittelt den Schülerinnen und Schülern neben einer allgemeinen Einführung in das Thema das Rüstzeug für die individuelle Bearbeitung eines oder mehrerer Aspekte dieses Themas und betreut sie bei ihrer Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der Präsentation in adäquater Form einen strukturierten Einblick in ihre Arbeit geben und damit die Grundlage für eine Diskussion bieten, in der die verschiedenen Diskussionstechniken geübt werden können.

 

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