Latein

LEHRPLAN LATEIN

Vorbemerkung

 Die Bildungsziele und Richtziele, die <s>in den</s> <s>RLP</s> im Rahmenlehrplan für die Maturitätsschulen für das Fach Latein formuliert und zum Teil auch in die Lehrpläne der thurgauischen Mittelschulen eingeflossen sind,  und die Feststellungen der Arbeitsgruppe Übergang Gymnasium-Universität (HSGYM) rechnen mit einem Lateinunter­richt, der auf der Sekundarstufe 1 (7. Schuljahr) beginnt, wie ihn fast alle Kantone ausser dem Kanton Thurgau nach wie vor vorsehen. Im Thurgau stehen rund 40% weniger Semesterlektionen zur Verfügung. Das bedingt Abstriche. Da die handwerklichen Fähigkeiten den unveränderten Anforderungen der Universitäten nach wie vor entsprechen müssen, betreffen die Abstriche hauptsächlich die allgemein bildenden Komponenten des Lateinunterrichts

 

LATEIN ALS SCHWERPUNKTFACH

UNTERRICHTSZIELE

Vermittlung der Fertigkeiten und Kenntnisse, die <s>dem sog. Grossen Latinum</s> den Anforderungen der Universitäten (Prosa und Dichtung) entsprechen, ferner von Einsichten in kultur‑ und sprachgeschichtliche Zusammenhänge.

 UNTERRICHTSINHALTE

 2. Klasse

- Erarbeiten der sprachlichen Grundlagen (ca. 80%) anhand eines knappen, aber vollständigen Sprachlehrgang, der nach Möglichkeit dem Umstand Rechnung trägt, dass die Schülerinnen und Schüler bereits über Französisch- und Englischkenntnisse verfügen.

 3./4. Klasse

‑ Abschluss des Sprachlehrgangs und Erweiterung des Wortschatzes.

 ‑ Lektüre von Auszügen der von der Universität verlangten Autoren Caesar, Cicero, Seneca, Ovid, Vergil und Wiedergabe solcher Texte in korrektem, stilistisch angemessenem Deutsch.

 ‑ Lektüre von Proben weiterer Autoren, z.B. Historiker, Catull, Horaz sowie von Texten aus dem Mittelalter und der Neuzeit. 

‑ im Rahmen von Sprachunterricht und Lektüre möglichst oft Hinweise auf

-- die Entwicklung und die Strukturen von Sprachen;

-- die Gestaltung eines Textes und die Intentionen des Autors;

-- Geschichte und Kultur der griechisch‑römischen Welt;

-- Bezüge der Antike, einschliesslich des Christentums, zur Gegenwart.  

‑ Prüfung: An der schriftlichen Maturitätsprüfung ist ein lateinischer Prosa­text (maximal 100 Wörter pro 60 Minuten) ins Deutsche zu übersetzen. Zusätz­liche Interpretationsaufgaben können gestellt werden.

Mündliche Prüfung: (15 Minuten): Übersetzen und Interpretieren eines lateinischen Textes (15 Minuten Vorbereitungszeit).

 

 QUERBEZÜGE ZU ANDEREN FÄCHERN

Querbezüge ergeben sich laufend im Unterricht: Geschichte, moderne Sprachen, Fremdwörter.

Absprachen sind möglich mit Fachlehrkräften, insbesondere mit Deutsch- und Geschichtslehrkräften in Bezug auf Textauswahl aus dem Mittelalter und der Neuzeit.<s></s>

METHODISCH‑DIDAKTISCHE HINWEISE

Im Grundlagenunterricht: primär gelenkter Unterricht durch die Lehrkraft, ergänzt durch Gruppen- und Einzelarbeit sowie durch Selbsttests.

Lektüre: primär Gruppen- und Einzelarbeit, ergänzt durch gelenkten Unterricht durch die Lehrkraft.

 

LATEIN ALS FREIFACH

UNTERRICHTSZIELE

 Vermittlung der Fertigkeiten und Kenntnisse, die den Anforderungen der Universitäten (Prosa und Dichtung) entsprechen, insbesondere den Anforderungen der Universität Zürich im Zusammenhang mit der internen Abschlussprüfung, ferner von Einsichten in kultur‑ und sprachgeschichtliche Zusammenhänge.

<s></s>

 UNTERRICHTSINHALTE

 Grundsätzlich wie SPF, aber in dem Mass reduziert, wie es sich aus der geringeren Stundendotierung einerseits, einer even­tuell kleineren und motivierteren Schülergruppe anderseits ergibt.

 

1. Klasse (Frühlingssemester)

- Erarbeiten der sprachlichen Grundlagen (ca. 30%) anhand eines knappen, aber vollständigen Sprachlehrgang, der nach Möglichkeit dem Umstand Rechnung trägt, dass die Schülerinnen und Schüler bereits über Französisch- und Englischkenntnisse verfügen.

 

2. Klasse  

Fortführung und als Ziel Abschluss des Sprachlehrganges, im günstigsten Fall Beginn mit Übergangs‑ oder Anfangslektüre.

 

3./4. Klasse

Wortschatzerweiterung und Lektüre mit Schwergewicht auf Cäsar, Cicero und  Seneca, nach Möglichkeit ergänzt durch einige poetische Textproben.

 

ICT

- Recherchieren im Internet und Beurteilen der Qualität des Quellenmaterials;

- Anwenden von Präsentationstechniken;

- Selbständiges Üben der sprachlichen Grundlagen (z.B. Formenlehre, Wortschatz) sowie der Übersetzungstechnik mit Hilfe entsprechender Seiten im Internet (Hinweise auf www.ksk.ch  > Fachschaften > Latein)

 

 

clearGifCol2