Exkursion KZ Dachau

Am Wochenende vom 6. bis 8. März 2009 besuchte die Klasse 4Md mit ihrer Klassen- und Geschichtslehrerin Eva Büchi als Abschluss der Unterrichtsreihe „Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ das KZ Dachau. Am Samstag standen der Besuch im KZ Dachau und ein Bummel durch die Stadt auf dem Programm. Die Hälfte der Klasse reiste am Samstagabend zurück. Am Sonntag besichtigte die andere Hälfte die Pinakothek der Moderne und das Deutsche Museum. Dank Tram- und Busfahrten mit den Linien 17, 18, 19 und 100 entdeckten wir die Sehenswürdigkeiten München. Der abschliessende Spaziergang durch den Englischen Garten weckte die „bayrische“ Sehnsucht nach Biergartenromantik.

 

Zurück im Alltag fassten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke vom Besuch des KZs Dachau zusammen:

 

„Für mich war es ein sehr eindrückliches Erlebnis. Die vielen Zeitzeugen, welche wir durch unsere Rundgangbegleiterin zu hören bekamen, und wahrscheinlich gerade auch das kalte Wetter liessen das KZ und die Geschichten der Inhaftierten sehr lebendig wirken. Mir schaudert beim Gedanken an die Lebensbedingungen und die entwürdigenden Taten, welche diese Menschen erfahren mussten.“

Iris Hutter (18)

 

„Mit gemischten Gefühlen fuhren wir zum Konzentrationslager in Dachau. Auf dem gleichen Weg, den die Häftlinge damals gegangen sind, begaben wir uns von Station zu Station, vom Eisentor über die Registrationsstelle, zu den Wohnbaracken bis hin zur oft letzen Station der Gefangenen, dem Krematorium.

Im Gegensatz zu den Nazi-Opfern wussten wir einigermassen, was uns erwartet und wir konnten den Ort mit der Gewissheit betreten, das Lager nach einigen Stunden wieder verlassen zu können. Das kalte, windige Schneewetter hat die Stimmung an diesem kargen Flecken noch verstärkt. Man konnte sich förmlich vorstellen, wie sich die Leute gefühlt haben müssen, die Jahre in diesem Lager verbringen mussten.“

Nina Ellenbroek (18), Damaris Läubli (17)

 

„Das düstere und kalte Wetter ermöglichte es einem, sich die damaligen Lebensbedingungen wenigstens einigermassen vorstellen zu können. Die dreistündige Führung war sehr informationsreich und eine gute Ergänzung zu unserem Vorwissen. Frau Otzdorff, die uns durch das KZ führte, überzeugte durch ihre Fachkompetenz.“

Miriam Koemeda (18), Kariem Hussein

 

„Die Führung begann bei äusserst kaltem Wetter um 11 Uhr im heutigen Museum auf dem Gelände des Konzentrationslagers. Eindrücklich und detailliert beschrieb uns die Führerin die damaligen, menschenunwürdigen Zustände, die in genau jenen Räumlichkeiten herrschten. Drei Stunden lang wurden wir über das Terrain geführt und bekamen dabei unter anderem den Bunker, die Baracken, das Krematorium sowie verschiedene Gedenkstätten zu Gesicht. Die Witterung liess uns mit den damaligen Häftlingen, die teilweise stunden- bis tagelang leicht bekleidet auf dem Appellplatz ausharren mussten, mitfühlen.“

Dominic Lutz (18), Nina Kayser (18), Pascal Burkhard (17)

 

„Obwohl man sich die Torturen, die die Inhaftierten erdulden mussten, niemals auch nur annähernd vorstellen kann, brachte uns der Besuch im KZ Dachau einen Schritt näher an die dunkle Realität im Nazideutschland.“

Lorenz Fehr (20), Andreas Bruun (18)

 

„“Arbeit macht frei.“ Mit diesen Worten wurden wir, wie zuvor Tausende Opfer, im KZ Dachau begrüsst. Doch wir wussten genau, was uns erwartet. Und wir wussten auch ganz genau, dass wir hier wieder herauskommen. Baracken, Hängebalken, Zellen und Todeskammern weckten in uns ein Bild der Menschenverachtung, der Grausam- und Unfassbarkeit.“

Sinah Vetterli (18) und Bettina Peterli (18)

 

„Mit Brausebad waren die Gaskammern angeschrieben, die ich fast nicht betreten wollte. Wenn man erst mal in diesem Raum steht, und daran denkt, welches Verbrechen hier an den Opfern des Nationalsozialismus begangen wurde, will man so schnell wie möglich wieder hinaus.

Obwohl wir den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust schon ausführlich in der Schule besprochen hatten, konnten wir viel von unserem Ausflug nach Dachau mitnehmen. Eingepackt in warme Kleider fand die Führung bei Kälte und Schnee statt. Jedoch vergass ich die Kälte, wenn man daran denkt, dass die Häftlinge mit praktisch keinen Kleidern jeden kalten Wintertag draussen verbringen mussten.“

Corina Schuler (19)

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