Rückblicke

Haiti - Bericht einer Journalistin

Im Januar 2010 bebte die Erde auf Haiti – die Glückskette sammelte 66 Millionen Franken für die Erdbebenopfer. Ein Jahr später hat sie Journalisten eingeladen zu sehen, was aus dem Geld auf der karibischen Insel gemacht wurde.


Eva Büchi

Eigentlich hätte Silvia Minder, sda-Journalistin, gemeinsam mit sechs weiteren Medienschaffenden anfangs Dezember 2010 eine Woche auf Haiti verbringen und verschiedene Hilfsprojekte besuchen sollen. Es kam anders: Bereits am zweiten Tag gab es eine Ausgangssperre – da nach Bekanntgabe des Wahlresultats zu den Präsidentschaftswahlen Haiti für Ausländer zu gefährlich geworden war: Krawalle, vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince, machten eine Rundreise unmöglich.

Erdbeben allgegenwärtig


Dennoch hat der Medientrupp einen Eindruck sammeln können – und die Zeit im Hotel mit Interviews verbracht. Im Freikurs Zeitgeschichte hat die Agentur-Journalistin am Donnerstag an der Kantonsschule Kreuzlingen ihre Erlebnisse geschildert. „Wenn man durch die Strassen von Port-au-Prince fährt, glaubt man, dass Erdbeben habe erst vorletzte Woche stattgefunden.“ Der Grossteil der Stadt liegt in Schutt und Asche – obwohl viele Hilfsorganisationen vor Ort seit einem Jahr arbeiten. Aber Amtsschimmel und Resignation behindern den Wiederaufbau. Von den 66 Millionen Franken, die von der Glückskette alleine in der Schweiz gesammelt worden sind, wurde bisher ein Drittel verbraucht - vor allem für medizinische Hilfe: Der Schweizer Medientrupp besuchte denn auch die Physiotherapie-Abteilung eines der wenigen, funktionierenden Krankenhäusern in Port-au-Prince. Nach Erdbeben leiden Verschüttete meist an fehlenden Gliedmassen, weil diese in exponierter Lage ungeschützt sind. 4000 Menschen haben neu auf Haiti nach dem Erdbeben eine körperliche Behinderung. Im letzten Jahr wurden 400 Prothesen und 450 Schienen an Patienten verabreicht. So auch an Mirlanda, das zehnjährige Mädchen war zuhause, als das Erdbeben kam, ihre Mutter verstarb neben ihr. Mirlanda hatte Glück, ihr wurde nur das rechte Bein amputiert. Heute lernt sie mit einer Prothese zu laufen. Auf sie wartet eine schwierige Zukunft, weil Behinderte auf Haiti als unnütz gelten und ausgestossen werden. Denn gemäss Voodoo-Kult, an den die meisten Haitianer glauben, ist eine Amputation eine Strafe Gottes.

 

Alltag im Chaos

 

Auch eine Schule besuchten die Journalisten. Der Besuch ist für die Kinder attraktiv: Sie bekommen hier von den Hilfsorganisationen Essen und sauberes Wasser – denn mittlerweile sorgt Cholera täglich für Menschenopfer. Was die Kinder lernen, ist unklar: Lehrpersonen gibt es kaum, viele Kinder schlafen in den Schulbänken – trotz höllischen Lärms der überfüllten Klassen. Laut offiziellen Angaben sind bisher mehr als 3300 Menschen an der Cholera gestorben, 150'000 erkrankten. Die Zahlen der Regierung seien viel zu tief, glaubt Schweizer Ärzte vor Ort. Die infizierten Menschen im ganzen Land bräuchten sofort medizinische Hilfe. Die Regierung foutiert sich jedoch um die Seuche, weil diese angeblich von Blauhelm-Soldaten eingeschleppt worden sei, wird behauptet.

Wie die Menschen im Chaos überleben, ist auch den europäischen Helfern unklar. Kaum jemand hat eine Arbeit, geschweige Vermögen. Frauen verkaufen an den Strassen wenige Lebensmittel, die im Land angebaut werden: Süsskartoffeln, Bananen, Kokosnüsse. Wo aufgeräumt wird, geschieht dies per Hand, mit Schaufel und Pickel. Bagger, Kranen, Lastwagen gibt es nicht. Wenn der Staat eingreift, dann verkehrt: Das Erstellen von neuen Häusern erschwert er mit schleppend veröffentlichten Bauvorschriften, denn künftig sollen nur noch erdbebensichere Bauten entstehen. Zudem existiert kein Grundstückkataster, immer wieder kommt es vor, dass Haitianer behaupten, eine Parzelle gehöre ihnen, und diese Streitigkeiten verunmöglichen eine freie Landwirtschaft und Unternehmertum, auch der Tourismus hat hier kaum eine Chance.


Schleppender Wiederaufbau

 

230‘000 Menschen starben nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 auf Haiti. Erst fünf Prozent der Trümmer sind von den Strassen entfernt worden, 20 Millionen Kubikmeter Schutt liegt herum. Noch heute sind 1.5 Millionen Menschen obdachlos, viele sind aufs Land geflüchtet. Haiti war bis 1804 die reichste Kolonie Frankreichs. Jahrzehnte lange Reparationszahlungen an Frankreich liess das Land verarmen, diebische Politiker plünderten danach das Land vollständig aus. Hoffnungsschimmer für den ersten von Schwarzen geführte Staat gab es mit der Wahl von Bertrand Aristide zum Staatspräsidenten 1990, doch der Armenpriester und Befreiungstheologe war kein Politiker. Seither regieren Gewalt, Korruption und Misswirtschaft den Inselstaat, der an die Dominikanische Republik grenzt. Das Resultat der Präsidentschaftswahl von Dezember ist bis heute nicht bekannt – internationale Organisationen sehen den Staat als gescheitert an.

 

 

Feier zum Jahresende: Kongo im Mittelpunkt

Hansjörg Enz: Der Kongo lässt ihn nicht los

 

Gegen Ende eines abwechslungsreichen Berufslebens hat sich der von der Schweizer Tagesschau her bekannte TV-Moderator und heutige Medienausbildner Hansjörg Enz einen Berufstraum erfüllt: Im Kongo begleitet er Hilfsprojekte.

 

Vor mehr als vierzig Jahren besuchte Hansjörg Enz das „Semi“ – vor den Weihnachtsferien stellte er auf Einladung der Kantonsschule Kreuzlingen in der PMS Aula seine Hilfsprojekte im Kongo vor. Angefangen hat sein Kongo-Abenteuer im Mai 2008, als er bis August 2010 für die deutsche Hilfsorganisation Eirene in Bukavu (Kongo) junge Schwarze zu Radio-Journalisten ausbildete. Sein Lieblingsradiosender heisst Radio Maendeleo – nach ihm benannte der Thurgauer seinen Verein, mit dem er Geld für Projekte im Kongo sammelt. (www.maendeleo). Dank seinem guten journalistischen Netzwerk konnte er hier ausgemusterte technische Infrastruktur von Schweizer TV- und Radiosendern mitten nach Afrika transportieren – zur Freude der Einheimischen, für die sich eine neue Welt dadurch eröffnete.

 

Friedensjournalismus

Im November ist das Projekt Pigiste gestartet, bei welchem verschiedene afrikanische Radiosender (Maendeleo, Bukavu, Kongo; Radio Publique Africaine, Bujumbura, Burundi, Radio Izuba, Rwanda) zusammenarbeiten. Regelmässig werden Programme und Beiträge von Korrespondenten ausgetauscht. Zum Projekt Pigiste gehört auch ein Ausbildungsprogramm für junge Journalisten. Drei Stationen stellen je zwei Praktikumsstellen, wo die Jungjournalisten 18 Monate arbeiten und eine fundierte Ausbildung erhalten. Die am Projekt beteiligten Radiosender haben sich verpflichtet, nach Ideen des „Friedensjournalismus“ zu arbeiten, das heisst statt die politische Stimmung anzuheizen mit Informationen aufzuklären. Dieses Projekt wird während dreier Jahre von DEZA (Direktion für Entwicklungszusammenarbeit der Eigenossenschaft) finanziert. „Der Völkermord in Rwanda 1994 hat es gezeigt: Medien können einen Konflikt anheizen – sie können aber auch mithelfen, Frieden zu stabilisieren. Friedensjournalismus ist Qualitätsjournalismus, in Bukavu produzieren bereits acht Radiostationen jeden Monat gemeinsam Sendungen nach diesem Ansatz“, so Enz.

 

Schule und andere Projekte

Beim Medienprojekt Radio ist es nicht geblieben – Hansjörg Enz fördert mit seinem Verein vor allem die Bildung der Kinder. „Für nur 40 Franken können wir ein Monatsgehalt eines Lehrers bezahlen.“ Gerade in der Bildung sieht er eine, wenn nicht einzige Chance für den nach Kolonialismus und Kriegen geschüttelten Staat. Mit dem Geld werden Projekte im Südkivu (Kongo) realisiert. Im Mittelpunkt steht die Primarschule Milondola in Ikoma. Dort wurden sechs Schulzimmer für 250 Schüler gebaut. Weitere Projekte von Milondola: Klärgrube für die Latrine, Gestaltung des Schulhofes, Kauf von Lehrmaterial, ein Schulgarten. „Viele Eltern schicken ihre Kinder nicht in die Schule – das Geld reicht nicht für die Schuluniform und die Bücher.“ Hier will der Verein Maendeleo Abhilfe leisten. Als Reisender zwischen Afrika und Europa muss Enz immer wieder Staunen und den Kopf schütteln: „Was für Parallelwelten“, stöhnt er. Ein Beispiel: Wohnhäuser im Kongo sehen aus wie die Pfahlbauten in Unteruhldingen, die wir als Touristen besuchen. Jetzt aber ist der Dozent an verschiedenen Hochschulen wieder hier – und lebt in unserem ganz normalen „Alltagsluxus“. (bi)

 

Feier zum Jahresende, 23.12.2010, PMS AULA
14 Uhr: Das Streicherensemble Christine Schärer spielt:Der kleine Kobold, Flinke Artisten, Pferdetänzer (Patrick Huck)

14.05 Uhr: Begrüssung: Arno Germann, Rektor

14.15 Uhr: Hansjörg Enz, Dozent ZHAW, Medien-Ausbildner: Kongo - Kriege, Krisen und die Kunst des Überlebens
14.45 Uhr: Schwerpunktfach Ital.: Laura e Marco, Parte III

15:30 Uhr: Sofie van Geijtenbeek: Gabriellas Song (Py Bäckman/Stefan Nilsson)
Sharlene Gysi (PMS): Out Here on my Own“ (Irene Cara)
Gesangslehrerin Juandalynn Abernathy: Wasn't that a Mighty Day (Trad. Negro Spiritual); My Soul's Been Anchored in the Lord (Hall Johnson), am Klavier Timon Altwegg
15.45 Uhr Ende: Spenden zugunsten des Vereins „Maendeleo“ www.maendeleo.ch.

Tag der Mathematik 2010

„Ja, die Lösung ist gefunden! 10. 9, 8, 7 . . .“ Sobald jemand die richtige Lösung abgibt, wird gezählt. Wer in diesen Sekunden noch die Lösung herausfindet, erhält einen Punkt. Wer das Ergebnis als erstes Team schafft, bekommt zwei Punkte. Das sind die Regel beim Speedwettbewerb am Tag der Mathematik vom 11. Dezember 2010 an den Kantonsschulen Kreuzlingen und Romanshorn. Nach einem eher ruhigen Vormittag mit Gruppen- und Einzelwettkampf leisteten 15 Gruppen mit 66 Schülerinnen und Schüler aus Sekundarschulen der Umgebung einen abschliessenden Grosseinsatz. Kaum zu glauben, welche Freude das Knoblen und Lösen von mathematischen Poblemen auslösen kann! In Kreuzlingen hat bei den Gruppen  die Sekundarschule Altnau Klasse E2c, gewonnen, während im Einzelwettbewerb Sven Puga von der Sekundarschule Remisberg aus Kreuzlingen zuoberst aufs Podest stieg. Herzlichen Glückwunsch!

Fridolin Kalt, Mathematik-Lehrer

 

Rangliste Einzel            Rangliste Gruppen

 

Jana Marolf (Sek Altnau, 3. Rang), Lauro Cescutti, (Sek Altnau, 2. Rang), Sven Puga, (Sek Remisberg, 1. Rang)

Freikurs Theater spielte "Antigone"

ETH unterwegs mit Stopp an der KSK

ETH unterwegs an der KSK

Testlauf für die Hochschule

Maturafeier 2009: Guter Stamm - gute Äpfel

40 Jahre KSK - Jubiläumsfeiern

Besuchstaag 28. März 2009

Besuchstag 2009: Unterhaltsames Programm

Einakter der Klasse 3Mb

Tolle Volleyballnacht 2009

So sehen Sieger aus ....

Zweit-Liga-Fussballer Kariem Hussein überspringt sagenhafte 2.01 Meter!
So sehen Sieger aus: Das Männerteam der KSK holt den MBM-Pokal 2008.
Und hier das ganze Team 2008 der Kanti Kreuzlingen.

Am Ende bleiben die guten Erinnerungen

Besuchstag, Samstag 23.2.2008

Besuchstag, 23. Februar 2008

Theaterabend

Feier zum Jahresende

Volleyballnacht 2007

RobOlympics 2007: Lorenz Fehr 3Md als Jäger des Schatzes

Auszeichnung für Johanna Nyffeler an Physikolympiade

Das Schweizer Team 2007 an der Physikolympiade in Iran.

Die Mausefalle - gespielt von der KSK-Theatergruppe

Johanna Nyffeler: Physikolympiade in Iran 2007

Johanna Nyffeler

Schüleraustausch Frankreich-Schweiz

Erster Preis für Simon Bachmann!

Geteilte Freude ist doppelte Freude (v.l.n.r.): Klassenlehrer und Betreuer der Maturaarbeit Max Bührer, die glückliche Gewinnerin Simone Bachmann sowie Ratgeber Forstingenieur Heinz Kuhn.

Besuchstag 24. Februar 2007

Besuchstag Samstag, 24. Februar 2007

Tag der Jugendpolitik

Präsentation Maturaarbeit

Einakter-Spektakel

Wunschbaum in der Cafeteria.

Wunschbaum im Advent

Gesangskonzert 20.12.2006 20 Uhr C04

2. Platz für KSK-Schüler beim RobOlympics Wettbewerb

"Nächstes Jahr bin ich hier!"

Känguru-Wettbewerb 2006

Sonderwochen Mai 2006

Nicolas Zahn gewinnt Informatikpreis

Installation "Vor Ort"

Militärische Ausbildung

Rückblick auf die Theateraufführung vom 21. Juni

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Bericht zum Besuchstag 2007

Bilder des Schnuppertages 2006

NWW und Medienwoche 2006